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Tool-Vergleich

Zapier vs. Make vs. n8n: Vergleich für Schweizer KMU

von Sandro28. Juni 20256 Min

Wenn du Aufgaben automatisieren willst, landest du schnell bei drei Namen: Zapier, Make und n8n. Alle drei verbinden deine Tools miteinander und erledigen wiederkehrende Schritte automatisch. Die kurze Antwort: Zapier ist am einfachsten zum Starten, Make bietet mehr Flexibilität bei moderaten Kosten, und n8n ist die richtige Wahl, wenn dir Datenschutz und volle Kontrolle wichtig sind, weil du es in der EU oder sogar bei dir selbst hosten kannst. Welches Tool zu deinem KMU passt, hängt von drei Fragen ab: Wie technisch ist dein Team, wie sensibel sind eure Daten und wie komplex sollen die Abläufe werden.

Was machen diese Tools überhaupt?

Alle drei sind sogenannte No-Code beziehungsweise Low-Code Automatisierungs-Plattformen. Du verbindest verschiedene Programme (zum Beispiel dein E-Mail-Postfach, dein CRM, eine Tabelle oder einen Shop) und definierst Regeln nach dem Muster "Wenn das passiert, dann mach jenes". Ein typisches Beispiel: Kommt eine neue Anfrage über dein Kontaktformular, wird automatisch ein Eintrag in deiner Tabelle erstellt, du bekommst eine Benachrichtigung und der Kunde erhält eine Bestätigungsmail. Niemand muss dafür Code schreiben.

Der Unterschied liegt im Detail. Wie viel kannst du selbst bauen, wie steil ist die Lernkurve, wo liegen deine Daten und was kostet der Spass auf Dauer.

Wie unterscheiden sich die Tools im direkten Vergleich?

Hier eine qualitative Übersicht. Konkrete Preise nenne ich bewusst nicht, weil sich die Tarifmodelle der Anbieter regelmässig ändern. Prüfe die aktuellen Preise immer direkt beim Anbieter, bevor du dich entscheidest.

KriteriumZapierMaken8n
Einstieg/Bedienungeinfachmittelmittel bis komplex
Anzahl fertiger Integrationensehr hochhochmittel (wächst)
Flexibilität bei komplexen Abläufenmittelhochsehr hoch
Kostenmodellnach Aktionen, wird bei viel Volumen schnell teuernach Operationen, oft günstiger als Zapierself-hosted nur Serverkosten, Cloud-Variante verfügbar
Datenschutz/HostingUS-Anbieter, CloudEU-Option vorhanden, Cloudself-hosted oder EU-Hosting möglich
Technisches Know-how nötigwenigetwasmehr (vor allem self-hosted)

Wie funktioniert das Kostenmodell ungefähr?

Grob gesagt zahlst du bei Zapier und Make pro ausgeführte Aktion. Jeder Schritt in einem Ablauf zählt. Bei wenig Volumen ist das günstig, bei vielen Durchläufen pro Monat steigen die Kosten spürbar. Make rechnet oft etwas grosszügiger ab, weil mehrere kleine Schritte günstiger gebündelt werden.

n8n geht einen anderen Weg. Du kannst es selbst hosten, dann zahlst du im Prinzip nur für deinen Server und nicht pro Aktion. Das ist bei hohem Volumen ein grosser Vorteil, verlangt aber, dass jemand den Server einrichtet und pflegt. Daneben gibt es auch eine gehostete Cloud-Variante, wenn du dir die Technik sparen willst. Welches Modell für dich günstiger ist, hängt stark davon ab, wie oft deine Automatisierungen laufen. Rechne das mit einem realistischen Beispiel durch, bevor du dich festlegst.

Was bedeutet das für den Schweizer Datenschutz?

Das ist für viele KMU der entscheidende Punkt. Wenn du Kundendaten, Personaldaten oder Gesundheitsdaten verarbeitest, gilt in der Schweiz das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG). Vereinfacht heisst das: Du musst wissen, wo deine Daten verarbeitet werden und wer Zugriff hat.

Zapier ist ein US-Anbieter, deine Daten laufen also durch US-Infrastruktur. Make bietet teilweise EU-Hosting an. n8n hat hier den klaren Vorteil, dass du es selbst hosten kannst, etwa auf einem Server in der Schweiz oder der EU. Dann verlassen sensible Daten deine eigene Umgebung gar nicht erst. Für Branchen mit besonders heiklen Daten, etwa im Gesundheits-, Treuhand- oder Rechtsbereich, ist das oft das ausschlaggebende Argument. Eine pauschale "ist erlaubt oder verboten" Antwort gibt es nicht. Es kommt darauf an, welche Daten du verarbeitest und welche vertraglichen Zusicherungen der Anbieter macht. Im Zweifel lohnt sich kurze rechtliche Abklärung.

Welches Tool passt zu welcher Situation?

Hier eine ehrliche Entscheidungshilfe nach typischen Ausgangslagen:

Dein Team ist nicht technisch und ihr wollt schnell starten. Dann ist Zapier meist der unkomplizierteste Einstieg. Viele fertige Verbindungen, klare Oberfläche, wenig Frust. Behalte nur die Kosten im Auge, sobald das Volumen wächst.

Ihr wollt etwas mehr Kontrolle und baut auch mal verschachtelte Abläufe. Make ist hier ein guter Mittelweg. Die visuelle Oberfläche zeigt deine Abläufe als Diagramm, das hilft beim Verstehen. Die Lernkurve ist etwas steiler, dafür bist du flexibler.

Datenschutz ist zentral oder ihr habt viel Automatisierungs-Volumen. Dann lohnt sich der Blick auf n8n, idealerweise self-hosted oder mit EU-Hosting. Du brauchst dafür technische Unterstützung beim Aufsetzen, gewinnst aber volle Kontrolle und sparst langfristig bei den Kosten.

Ein guter Ansatz für viele KMU: Starte mit dem einfachsten Tool, das deine erste konkrete Aufgabe löst. Du musst nicht von Anfang an die perfekte Plattform wählen. Wichtiger ist, dass ihr überhaupt anfangt und ein Gefühl dafür bekommt, was Automatisierung euch bringt.

Häufige Fragen

Kann ich später von einem Tool zum anderen wechseln? Ja, aber mit Aufwand. Die Abläufe lassen sich nicht einfach per Knopfdruck umziehen, du musst sie neu aufbauen. Deshalb lohnt es sich, bei wichtigen Prozessen von Anfang an über die Richtung nachzudenken. Für erste Experimente ist ein Wechsel später aber kein Drama.

Brauche ich für n8n zwingend einen eigenen Server? Nein. Es gibt eine gehostete Cloud-Variante, bei der du dich nicht um die Technik kümmern musst. Der grösste Datenschutz-Vorteil kommt aber vom Self-Hosting, weil deine Daten dann in deiner eigenen Umgebung bleiben.

Was kostet mich Automatisierung am Ende wirklich? Das hängt von der Anzahl der Durchläufe ab. Bei wenigen Aufgaben pro Monat sind alle drei Tools überschaubar. Bei hohem Volumen kann ein self-hosted Ansatz deutlich günstiger sein. Rechne dein konkretes Szenario durch, statt dich auf Pauschalaussagen zu verlassen.

Ist No-Code wirklich ohne Programmierkenntnisse machbar? Für einfache Abläufe ja. Sobald es verschachtelter wird, hilft technisches Verständnis. Du musst aber nicht programmieren können, um sinnvolle Automatisierungen zu bauen.

Welches Tool empfiehlt PeakProcess am häufigsten? Es kommt auf die Situation an, deshalb gibt es keine Standardantwort. Für datenschutzsensible KMU schauen wir oft Richtung n8n, für einen schnellen Einstieg eher Richtung Zapier oder Make.

Wenn du unsicher bist, welches Tool zu deiner Ausgangslage passt, schau es dir nicht alleine an. In einem kostenlosen Erstgespräch gehen wir gemeinsam deine konkreten Abläufe durch und du bekommst eine ehrliche Einschätzung, womit du am besten startest.

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